Minna Canth (Finnland)
Ulrika Wilhelmina "Minna" Canth, geb. Johnsson (1844 - 1897), Schriftstellerin und Frauenrechtlerin, strebte gegen den Willen der Eltern einen höheren Bildungsabschluss an, scheiterte jedoch an den männlich dominierten Bildungseinrichtungen. Sie war belesen und vertraut mit den Schriften vieler zeitgenössischer Autoren, darunter Hippolyte Taine, Herbert Spencer, Henrik Ibsen und John Stuart Mill. Nach dem Tod ihres Mannes Johan Ferdinand Canth (1835-1879) blieb sie mittellos mit sieben Kindern zurück. Kurz nach seinem Tod veröffentlichte sie ihr erstes großes Stück. Literarisch gilt sie als führende Repräsentantin des Naturalismus bzw. finnischen Realismus. Politisch kämpfte sie durch ihre Artikel, Theaterstücke und Erzählungen gegen Alkoholmissbrauch, für eine Verbesserung der Lage von Arbeiterfrauen und insbesondere für Frauenrechte. Mehrere ihrer Werke waren zeitweise verboten. Seit 2007 wird der Geburtstag von Minna Canth, der 19. März, in Finnland als Tag der Gleichber...